Was hat Wiesloch mit den historischen Fahrzeugen zu tun? Diese Frage stellen sich sicherlich viele. Wer sich jedoch etwas tiefer mit der Geschichte der Oldtimer bzw. historischen Fahrzeugen beschäftigt hat, der weiß, daß Bertha Benz mit ihren Söhnen bei der ersten Fernfahrt in Wiesloch das erste Mal "getankt" hat.
Die Stadt Wiesloch weiß diese Besonderheit zu schätzen und unterstützt die Vereine, welche das "rostigste Hobby der Welt" pflegen, auf ganz besondere Weise. Es ist bestimmt nicht immer einfach, die ganzen Fahrzeuge bei Ausfahrten durch die Fußgängerzone zu schicken, doch die Stadt Wiesloch zeigt sich hier immer von ihrer besten Seite. Hierfür möchten wie uns auf diesem Weg ganz herzlich bedanken.
Wir möchten auch nicht versäumen die Besucher unserer Homepage auf die Internetseite der Stadt Wiesloch zu verweisen. Wiesloch ist immer einen Besuch wert und diese wunderschöne Stadt am Rande des Kraichgaus hat einen ganz besonderen Flair.
1. Tankstelle der Welt
Auch ist es hier ganz wichtig, Frau Jutta Suchy und Herrn Dr. Adolf Suchy zu nennen. Die heutigen Inhaber der Stadtapotheke haben sich auch dem rostigen Hobby verschrieben. Es ist ihre Initiative gewesen, die alte Stadtapotheke wieder aufzubauen und beide engagieren sich in besonderer und aufwendiger Weise für die "1. Tankstelle der Welt". Sie stehen immer bereit bei Wind und Wetter und wenn es darum geht, Teilnehmer von Oldtimer-Ausfahrten bei der Stadtapotheke zu begrüßen und "Ligroin" zu tanken.
Auf einer gesonderten Seite zeigen wir Ihnen die Begebenheit im Jahre 1888 und einen Ausschnitt der Geschichte der Stadtapotheke Wiesloch.
Aus der Geschichte der Apotheke
Urkundlich zurückverfolgen läßt sich die Historie der Stadt- Apotheke bis in das Jahr 1753, als Apotheker Johann PH. H. Chevallier durch den Pfalzgrafen Carl Philipp die Genehmigung zur Errichung einer neuen Apotheke in Wiesloch erhalten hat.
1985 konnte deshalb das 250. Apothekenjubiläum begangen werden.
Im Laufe dieser Zeit hat sich der Standort der Stadt-Apotheke dreimal um den Kirchplatz herum verändert, wobei die heutigen Räume durch einen Umbau im Jahr 1967 hinzugekommen sind.
Die historische Stadt-Apotheke aus dem Jahre 1858 ist nach der Restaurierung 1984/85 wieder in einen Zustand gebracht worden, der dem vor hundert Jahren recht nahe kommt und auch die Nutzung als Verkaufsraum erlaubt.
Herausragend aus der Reihe von 20 Apothekern auf der Wieslocher Stadt-Apotheke sind zu nennen:
Johann Philipp Bronner: Er leitete die Stadt-Apotheke von 1816 bis 1858 und hat sich um die wissenschaftliche Rebkultur in Deutschland verdient gemacht.
Georg Philipp Bronner: (Sohn von J.Ph. Bronner) Bei seiner Geschäftsübernahme 1858 wurde die Apotheke an den heutigen Standort verlegt, wo sie 30 Jahre später "1. Tankstelle der Welt" werden sollte. Er erstellte eine Analyse der Wieslocher "Kurbrunnen", einer Schwefelquelle, die heute vom Nachbarort Bad Schönborn zu Heilzwecken genutzt wird.
Willi Ockel: In seine Zeit als Stadt-Apotheker, 1877 bis 1891, fällt der Besuch von Bertha Benz Anfang Ausgust 1888.


