Clubgeschichte
Im Jahre 1984 gründete Günther Spazier mit einigen Wieslocher Oldtimerfreunden den Verein "Freunde historischer Fahrzeuge", der damals noch dem MSC-Wiesloch im ADAC angegliedert war.
Seit 1988 ist der Verein eigenständig und zählt inzwischen über 130 Mitglieder, die Veteranenfahrzeuge (Autos und Motorräder) besitzen. Ziel des Vereins ist der Erhalt historischer Fahrzeuge, die ähnlich wie Bauwerke oder Antiquitäten erhaltungswürdige Kulturträger ihrer Zeit sind.
Im Vereinsleben wird der Erfahrungsaustausch großgeschrieben, und auch Benzingespräche kommen nicht zu kurz, wobei natürlich die Geselligkeit nicht vergessen wird.
Viele Vereinsmitglieder sind sogenannte "Schrauber", das heißt, sie restaurieren ihre Fahrzeuge überwiegend selbst. Häufig ist es die Zufallsbekanntschaft mit einem Schrotthaufen, der einmal ein Fahrzeug war, die den Ehrgeiz weckt und Bastlerinstinkte wachruft. Nach hunderten von Arbeitsstunden ist das Schmuckstück dann endlich fertig und steht oftmals besser da als im Originalzustand. Manchmal sind aber auch Jugenderinnerungen im Spiel - der Traum von einem bestimmten Auto, das damals unerschwinglich war, oder der Wunsch, ein bestimmtes Fahrzeug wieder zu besitzen - und bilden das Motiv, einen Oldtimer zu restaurieren. Hat doch so manches Vereinsmitglied früher mit Foxl und Roller, Tankrucksack, Zelt und Freundin die ersten Urlaubsreisen unternommen.
Zu diesem Hobby gehören allerdings auch eine verständnisvolle Ehefrauen bzw. Partnerinnen. Es soll schon vorgekommen sein, daß ein Mann vor dem verabredeten gemeinsamen Abendessen in einem netten Lokal noch einmal kurz in seine Werkstatt ging und dann nach Mitternacht strahlend auftauchte, um stolz zu berichten, daß es ihm nun doch gelungen sei, einen Teil seines Oldtimers in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen, den man aufgrund seines desolaten Zustands bereits abgeschrieben hatte. Nicht nur, um sich gegenseitig Trost zu spenden, haben sich die Frauen der Mitglieder im "Bertha-Benz-Club" zusammengefunden, der sich an den Stammtischabenden des Vereins trifft.
Durch die vielfältige Arbeit hat sich der Verein auch einen großen Bekanntheitsgrad über die Grenzen Wiesloch hinaus erworben und trägt mit dazu bei, die Heimatstadt Fremden näher zu bringen.
Eine große Unterstützung ist natürlich nicht zuletzt bei dieser Aufgabe die Wieslocher Stadtapotheke als "1. Tankstelle der Welt" mit welcher der Verein eng verbunden ist.
Auch bei der alle zwei Jahre stattfindenden Bertha-Benz Fahrt ist der Club tatkräftig beteiligt, wenn es darum geht, an der "1. Tankstelle der Welt" mit dem "Schnauferl" vorzufahren um symbolisch Ligroin zu tanken.
Tätigkeiten des Vereins
Die Mitglieder des Vereins "Freunde historischer Fahrzeuge Wiesloch e.V." treffen sich monatlich an 2 Clubabenden, bei denen aktuelle Themen über und um historische Fahrzeuge besprochen werden. Von einzelnen Fachleuten werden Vorschläge für die Instandsetzung von Motoren, Getriebe, Karosserien etc. gemacht.
Darüber hinaus nehmen die Mitglieder des Vereins mit ihren historischen Fahrzeugen an in- und ausländischen Veteranen-Fahrzeugveranstaltungen teil.
Da in Wiesloch die "1. Tankstelle der Welt" - die Stadtapotheke - ist, wird Wiesloch von sehr vielen Oldtimer-Clubs oder Oldtimer-Organisationen angefahren, in viele Veranstaltungen ist Wiesloch mit eingebunden, so zum Beispiel in die die alle 2 Jahre stattfindende Bertha-Benz Gedächtnis-Fahrt, in die ADAC-Nordbaden-Rallye, in die 2000 km Deutschland-Fahrt und in viele Treffen von Oldtimer-Marken-Clubs.
Für die Stadt Wiesloch und das Kongresszentrum übernimmt der Verein die Organisation und die Ablaufregelung im Gebiet der Stadt Wiesloch und der näheren Umgebung.
Bei Fernsehaufnahmen, z. B. des hessischen Rundfunks, hat der Verein federführend mitgewirkt, um den Zuschauern ein attraktives Bild der Stadt Wiesloch näher zu vermitteln.
Im Übrigen sind die Ziele des Vereins der Erhalt, die Restauration und Pflege des Kulturgutes historischer 2-, 3-, und 4-Rad-Straßenfahrzeuge und das gesellige Zusammensein. In diesem Rahmen unternimmt der Verein mehrmals jährlich Exkursionen zu in- und ausländischen Museen.